F: Erzähl uns doch ein bisschen darüber, wie dein Interesse an Kunst entstanden ist.
A: Ich hatte das Glück, mit einer Mutter aufzuwachsen, die immer sehr kreativ war. Sie arbeitete im Theater und malte mit Ölfarben. Malerei und Zeichnen waren also für mich ein ganz natürlicher Teil meiner Umgebung. Als ich etwa 20 Jahre alt war, beschloss ich, dass Malen und Zeichnen etwas war, das ich mit echtem Fokus weiterentwickeln wollte.
F: Was sind bisher die Höhepunkte in Ihrem Leben als Künstler?
A: Ich muss sagen, dass der Höhepunkt bisher darin bestand, einige meiner besten Freunde kennenzulernen und gleichzeitig die Keramik zu entdecken!
F: Wenn Sie einen Tag mit einem Künstler verbringen könnten, egal ob aus der Gegenwart oder der Vergangenheit, wer wäre das?
A: Louise Bourgeois, ganz klar! Ich liebe ihre Arbeit und die Energie, die sie in ihre Arbeit gesteckt hat. Wie sie das Persönliche universell gemacht und verschiedene Materialien erforscht hat. Ihre Werke lassen mich nie unberührt.
F: Kannst du uns etwas über deinen kreativen Prozess erzählen?
A: Mein Prozess beginnt oft sehr intuitiv. Vielleicht möchte ich ein neues Material ausprobieren und gehe dann von dort aus weiter. Aber im Laufe des Prozesses denke ich oft in Serien, und dort entsteht eine Erzählung. Ich versuche, so lange wie möglich offen für den Prozess zu sein, bis ich ein Gleichgewicht und einen Rhythmus spüre.
F: Glaubst du, dass es neben der Kunst noch andere Wege gegeben hätte, die du hättest einschlagen können? Wenn ja, welche wären das?
A: Ja! Vor meinem Kunststudium dachte ich wirklich (und denke es manchmal immer noch), dass ich Psychologin oder Anthropologin werden wollte. Ich finde es sehr faszinierend, Verhaltensweisen, Sprachen und die Art und Weise, wie wir kommunizieren, zu erforschen.
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